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Hospiz und Palliativversorgung Tirol

Es gibt sieben Mobile Palliativteams und neun Palliativkonsiliardienste in Tirol. Im Endausbau wird die Hospiz- und Palliativversorgung mit 53 Vollzeitstellen gewährleistet. Im Jahr 2018 wurden insgesamt rund 2.000 Patienten betreut. Die Palliativteams versuchen ein Leben in Würde und Selbstbestimmtheit in der letzten Lebensphase zu ermöglichen.

Hospiz- und Palliativ

Die Hospiz- und Palliativversorgung Tirol ist ein Versorgungsprogramm für Erwachsene und Kinder (mit ihren Familien) mit einer fortschreitenden, unheilbaren Erkrankung und somit begrenzter Lebenserwartung.

Eine fortschreitende, unheilbare Erkrankung ist häufig geprägt von belastenden Symptomen, wiederkehrenden Krankenhausaufenthalten und verbunden mit einer Einschränkung der Lebensqualität. Die An- und Zugehörigen sind zumeist stark belastet. 

Auch wenn eine körperliche Heilung nicht möglich ist, können durch medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Begleitung und Unterstützung die Symptome gelindert und die Lebens-qualität verbessert werden.

Die Hospiz- und Palliativversorgung bejaht das Leben und sieht das Sterben als normalen Prozess. Der Tod wird weder beschleunigt noch hinausgezögert.

Die Palliativteams setzen sich aus in Palliative Care ausgebildeten Ärzten, Pflegekräften des gehobenen Dienstes für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege, Sozialarbeiter, Psychologen sowie Seelsorger zusammen. Gemeinsam wird im Gespräch der individuelle Betreuungsbedarf ermittelt. Die spezialisierten Palliativteams arbeiten eng mit den Hausärzten, Kinderärzten, den Mobilen Pflege- und Betreuungsdiensten, den Altenwohn- und Pflegeheimen und den Behinderteneinrichtungen zusammen. Sie stehen beratend und unterstützend bei komplexen Betreuungssituationen zur Seite.

Ziel der Hospiz- und Palliativversorgung ist, Schmerzen zu behandeln und Beschwerden zu lindern, die Lebensqualität von schwerkranken, sterbenden Erwachsenen, Kindern und ihren An- und Zugehörigen zu verbessern, sowie Krankenhauseinweisungen für sterbende Menschen zu reduzieren. Durch vorausschauende Planung und einer kontinuierlichen Betreuung wird versucht, ein Lebensende in Würde zu ermöglichen.

Die Hospiz- und Palliativversorgung in Tirol ist ein tragfähiges Netzwerk aus zahlreichen engagierten Partnern.

Seit September 2019 gibt es eine flächendeckende Hospiz- und Palliativversorgung in allen Bezirken Tirols.

Wie funktioniert die Hospiz- und Palliativversorgung?

Mobile Palliativteams sind regionale Kompetenzzentren. Sie stehen den Hausärzten, Kinderärzten, den Mobilen Pflege- und Betreuungsdiensten, den Wohn- und Pflegeheimen und den Behinderteneinrichtungen beratend und unterstützend zur Seite und begleiten Betroffene und ihre Angehörigen in ihrer gewohnten Umgebung. 

Palliativkonsiliardienste sind in Krankenhäusern tätig. Sie unterstützen dort Ärzte, Pflegepersonen und Therapeuten bei schwierigen Fragestellungen in der Behandlung und Begleitung von Menschen am Lebensende. Sie koordinieren auch die Übergänge vom Krankenhaus in die häusliche Umgebung.

Die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft hat vor rund 20 Jahren begonnen ein Versorgungsnetzwerk im Raum Innsbruck aufzubauen.

Im Hospizhaus Tirol sind die Palliativstation, das Mobile Palliativteam Innsbruck Stadt und Bezirk Innsbruck Land, das Tageshospiz, die Palliativambulanz, die Koordination der Ehrenamtlichen sowie die Akademie unter einem Dach.

Palliativbetten gibt es in den Bezirkskrankenhäusern Lienz, Kufstein, Schwaz sowie im Landeskrankenhaus Natters und dem Hospizhaus Tirol in Hall.

Ehrenamtliche Hospizmitarbeiter sind bereits seit Jahren in allen Bezirken tätig. Sie schenken Zeit, sind geschulte Gesprächspartner und können Angehörige entlasten.

Die Hospiz- und Palliativteams stehen allen Tirolerinnen und Tirolern kostenlos zur Verfügung und sind eine wichtige Ergänzung zu den bereits bestehenden Einrichtungen.