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Gesundheit

Die Tirolerinnen und Tiroler zählen zu den gesündesten Menschen Österreichweit. Die Lebenserwartung österreichweit wird bis zum Jahr 2030 weiter ansteigen. Eine höhere Lebenserwartung führt vor allem zu einem Anstieg von schweren chronischen Erkrankungen. Statistisch betrachtet ist mindestens jeder zweite Tiroler im Laufe seines Lebens direkt oder indirekt von einer chronischen Erkrankung betroffen.

Diese Entwicklung hat zur Folge, dass sich das Land Tirol und die Tiroler Sozialversicherungsträger Gedanken über eine Weiterentwicklung der Tiroler Gesundheitsstrategie gemacht haben. Österreich weist im internationalen Vergleich eine hohe Krankenhaushäufigkeit auf, hochspezialisierte medizinische Angebote werden vorwiegend im Zentralraum angeboten und die Zunahme von komplexen Behandlungsfällen sind einige der Entwicklungen die eine neue, moderne, zukunftsorientierte Versorgungsstruktur notwendig machen.

Integrierte Versorgung ist hier ein Zukunftsmodell. Schon früh hat das Land Tirol auf die Herausforderungen der Zukunft reagiert und mit der Integrierten Versorgung sozusagen nun ein föderales Gesundheitssystem in Tirol geschaffen, das in Österreich seinesgleichen sucht. In den Jahren rund um 2010 wurden mehrere Projekte im Bereich der Integrierten Versorgung gestartet. Erfolgreiche Projekte sind der Schlaganfallpfad, die Hospiz- und Palliativversorgung und nicht zuletzt HerzMobil Tirol. Der Erfolg dieser Pilotprojekte machte schnell klar, dass sie schnellstmöglich auf ganz Tirol ausgerollt werden sollten, was die Schaffung einer geeigneten Struktur nötig machte. Bereits 2016 wurde deshalb das Landesinstitut für Integrierte Versorgung Tirol gegründet und beauftragt, die Gesundheit sowie die spezialisierte Pflege im Land stärker zu vernetzen und zu koordinieren, aber auch gerade im Bereich von schweren chronischen Erkrankungen neu zu organisieren.